Erfolgreiche Symbiose von Apple und Google
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Warum der Milliarden-Deal beiden gut tut

Es ist wohlbekannt, dass sich Alphabet (ehemals Google) und Apple (NASDAQ: Apple [AAPL]) in einem heftigen Kampf der mobilen Betriebssysteme befinden. Alphabet'S Android führt mit Blick auf die reinen Martkanteile, doch Apple's iOS hält eine dominante Position hinsichtlich der Profite mit Mobilgeräten.

Weniger gut bekannt ist die Abhängigkeit Alphabet's (NASDAQ: Alphabet Class C [GOOG]) von Apple für Einnahmen aus Suchanfragen. Letztes Jahr zitierte die New York Times eine Goldman Sachs Studie von 2014, laut derer Google in diesem Jahr fast 12 Milliarden Dollar mit mobilen Suchanfragen-Werbungen verdiente. Die interessanteste Enthüllung von Goldman war, dass 75% von Alphabet's Einnahmen mit Suchanfragen aus Werbungen auf iPhones und iPads kamen.

Damals war nicht bekannt, wie viel Alphabet für das Recht bezahlte, die Standardsuchmaschine auf Apple's Mobilgeräten zu sein. Allerdings wurde infolge einer Anklage von Oracle, in der der Hersteller von Unternehmenssoftware Google vorwarf, seine Java-Software benutzt zu haben, um Android zu entwickeln, diese Zahl ungewollt öffentlich, wobei die Unterlagen zeigten, dass Alphabet Apple für dieses Recht 1 Milliarde Dollar bezahlt hatte.

_Eine Milliarde Dollar mit Umsatzteilung_

Bloomberg berichtet darüber hinaus, eine Alphabet-Zeuge habe laut Berichten ausgesagt, dass der Deal einst eine Umsatzteilungsvereinbarung über 34% enthielt. Leider äußerte sich der Zeuge nicht dazu, welche Partei den größeren Anteil erhielt, und Alphabet's Anwalt legte schnell Widerspruch gegen die Frage ein.

Sollte die Bedingungen der Abmachung jenen ähneln, die Apple bei seinem bald auslaufendem iAD-Service verlangte, würde der größere Anteil des Umsatzes an Alphabet gehen. 2012 erhöhte Apple den Anteil suchbasierter Einnahmen auf der iAD-Plattform, die den Entwicklern gewährt wurden, von 60% auf 70%, womit ein vermuteter Google-Anteil von 66% fast in der Mitte dieser beiden Werte läge.

Obwohl der große Scheck von Alphabet eine exponierte Position auf Apple-Mobilgeräten sichert, zeigt sich Apple offen für die Zusammenarbeit mit anderen Suchmaschinen-Anbietern für Belange, die nicht von der Übereinkunft abgedeckt werden. Für das Systemupdate für Apple's iOS 8 mobiles Betriebssystem wählte das Unternehmen Microsoft's Bing (NASDAQ: Microsoft Corporation [MSFT]) anstatt Alphabet's Google als Standard für seine geräteeigene Suchfunktion.

_Ein guter Deal für beide Unternehmen_

Das Alphabet die Standardsuche für Apple bereitstellt ist ein kluger Schachzug für beide Unternehmen. Der traditionell besserverdienende, engagiertere Kundenstamm von Apple erlaubt es Google, mehr Werbeumsatz pro Suchanfrage zu erzielen, als bei im eigenen Betriebssystem platzierter Werbung. Alphabet würde es vorziehen, mehr Telefone zu verkaufen und damit sein eigenes System voranzubringen und auch die Reihe anderer eigener Dienstleistungen – vor allem Google Play – zu Geld zu machen, aber die Möglichkeit, Umsatz mit Suchanfragen auf Apple-Geräten zu generieren, ist ein netter Trostpreis.

Zusätzlich zum zehnstelligen Scheck und der Umsatzteilungsvereinbarung erhält Apple die derzeit hochwertigste Suchmaschine auf dem Markt. Apple entgeht zwar die Gelegenheit, durch eine eigene Suchmaschine den kompletten Umsatz abzuschöpfen, doch der holprige Start von Apple Maps verdeutlicht einmal mehr, dass das Design einer umfassenden Software-Lösung schwerer ist, als gedacht. Außerdem waren Apple und Tim Cook bisher relativ hart, wenn es um Fragen der Privatsphäre ging, was es weiter erschwert, die gewonnen Suchdaten vollends zu Geld zu machen, wie das bei Alphabet der Fall ist.

Grundsätzlich ist Alphabet's Suchmaschine auf Mobilgeräten von Apple ein gutes Geschäft für beide Unternehmen, und noch dazu äußerst praktisch für Apple-Kunden.

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