Syriens globaler Einfluss
REUTERS/Ahmed Jadallah
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Im Jahr 2015 weiteten sich die Wellen des Arabischen Frühlings global aus. Terrorakte ausgehend und inspiriert vom IS richteten weit und breit Blutbäder an. Dies führte zu einer größeren Militärbeteiligung von außen und einigen neuen Akteuren.

Terroranschläge

Die Anschläge in Frankreich am 13. November erschütterten die Vorstellung, dass Europa sich den Syrienkrieg vom Leib halten könnte. Einige der Drahtzieher hatten Verbindungen nach Belgien, was im Januar einen Anschlag auf eigenem Boden vereitelte und nach den Anschlägen von Paris seine Hauptstadt aus Angst vor weiteren Gewaltakten für vier Tage abriegelte. Ein paar der Angreifer schlichen sich über Griechenland in Europa ein, indem sie sich als Flüchtlinge ausgaben.

Migration

Etwa 1 Million Migranten, viele davon Syrer, strömten nach Europa; mehr als 3.500 starben auf dem Weg oder gelten laut der U.N. als vermisst. Italien war Haupteinreisepunkt, dahinter folgt Griechenland, welches viel Einwanderung über die Türkei erfuhr. Von da ging es weiter über den Balkan und Ungarn zu den reicheren Ländern wie Deutschland und Schweden. Pläne, auch in den USA mehr Flüchtlinge aufzunehmen, trafen dort auf politische Widerstände, nicht so in Kanada. Die Türkei sicherte sich das Versprechen auf mehr europäische Unterstützung, um mit den 2 Millionen syrischen Flüchtlingen im Land zurecht zu kommen.

Militärische Beteiligung

Der Iran, Russland und die im Libanon ansässige Miliz Hisbollah unterstützen Assads Streitkräfte militärisch. US-geführte Luftangriffe unterstützen die kurdischen Kämpfer in Syrien und im Irak gegen den Islamischen Staat. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei stärken syrische Rebellengruppen.

Internationale Spannungen

Russlands Eintritt in den Syrienkrieg zu Gunsten des Assad-Regimes führte zu Spannungen mit den USA und seinen Verbündeten, die selbst oppositionelle Gruppen unterstützen, welche Assad stürzen sehen wollen. Die russischen Luftangriffe trafen sowohl vom Westen gestützte Rebellen, als auch Zielobjekte vom Islamischen Staat. Die Türkei schoss indes ein russisches Kampfflugzeug ab, welches angeblich ihren Luftraum verletzte. Die irakische Kooperation mit Russland und dem Iran gegen den Islamischen Staat reizte die USA.

USA

Obamas Regierung diskutiert derzeit, wie es sinnvoll in den mehrseitigen Krieg in Syrien eingreifen soll, ob Russland ein Verbündeter, ein Feind oder beides ist, und inwiefern es Flüchtlinge willkommen heißen soll. Die Wahl 2016 wird von vielen dieser Themen geleitet, aber auch von der Massenschießerei in Kalifornien, welche anscheinend vom Islamischen Staat inspiriert wurden.

Frankreich

Frankreich sendete diesen Herbst einen Flugzeugträger in die Region, um die Luftangriffe im Osten von Syrien zu intensivieren. Dabei zielt es auch auf Ölanlagen, die vom IS kontrolliert werden.

Großbritannien

Das Parlament stimmte im Dezember mit einer überwältigenden Mehrheit dafür, seine Luftangriffe gegen den IS in Syrien vom Irak auszuweiten.

Deutschland

Deutschland ist eines der bevorzugten Ziele der Flüchtlinge. Die offenherzige Politik der Kanzlerin Angela Merkel führte zu Kritik im eigenen Land und von Partnern in der E.U.

Russland

Russland startete im späten September mit Luftangriffen zu Gunsten des Assad-Regimes, seines Langzeit-Verbündeten. Dabei beruft es sich auf einheimischen Extremismus, traf aber nicht nur den IS. Stützpunkte in Syrien stellen Russlands größte Unterstützung in der Region dar.

Türkei

Die Türkei öffnete Militärstützpunkte für die US-amerikanisch geführte Koalition und beteiligt sich selbst an den Luftangriffen. Außerdem verengte es seine Grenzen, v.a. als Folge der Bombenangriffe in Ankara, um die Kämpfer des IS zu stoppen, die aus Syrien ein- und ausreisten. Darüber hinaus wird die Türkei dazu gedrängt, mehr gegen den Flüchtlingsstrom in Richtung Europa zu unternehmen.

Griechenland

Griechenland wurde von der Ankunft von etwa 800.000 aus dem Meer ankommenden Flüchtlingen überwältigt. Mehr als die Hälfte von ihnen stammt aus Syrien.

Libanon

Die vom Iran unterstützte Kampfgruppe Hisbollah entsendete Tausende von Kämpfern nach Syrien, um das Assad-Regime zu unterstützen. Außerdem nahm es mehr als 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge auf, was mehr als ein Fünftel seiner Bevölkerung entspricht.

Jordanien

Jordanien erhöhte seine Teilnahme unter der US-amerikanisch geleiteten Koalition gegen den IS, nachdem ein jordanischer Pilot von der Gruppe getötet wurde. Aufgenommen hat es mehr als 600.000 vertriebene Syrer.

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