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Natürlich ist eine Entlassung schwierig. Doch sie könnte auch neue Möglichkeiten bieten.

Als Cheryl Bachelder 2001 zur neuen Präsidentin des riesigen Fastfoodunternehmens KFC wurde, hatte sie den Job erreicht, der ihr Lebensziel gewesen war. Nach 3 Jahren, in welchen sie in 14 Monaten „furchtbare” Umsatzzahlen schrieb, war Bachelder zum ersten Mal in ihrer Karriere arbeitslos. Sie wurde gefeuert. Bachelder erinnert sich:

„In dem Augenblick bist du sehr sauer und suchst nach Leuten auf denen du die Schuld schieben kannst. Es gab einen Zeitpunkt in dem ich wirklich daran verzweifelte.”

Cheryl Bachelder (Popeyes Louisiana Kitchen)

Bachelder ging zur Beratung. Sie verbrachte mehr Zeit mit ihren Kindern. Sie arbeitete in Vorständen groβer Unternehmen, inklusive KFCs gröβtem Konkurrenten, Popeyes Louisiana Kitchen. Vor Allem wurde ihr aber klar, dass sie nicht nach Leuten suchen sollte, denen sie Vorwürfe dafür machen konnte, dass sie gefeuert wurde.

2007 wählte der Vorstand von Popeyes einen seiner eigenen Mitarbeiter aus, um den nächsten Geschäftsführer zu stellen. Bacheldor bekam die höchste Arbeitsstelle im Unternehmen und meinte sie wäre entschlossen aus ihren früheren Fehlern zu lernen.

„Ich hatte eine bessere Vorstellung meiner Überzeugungen und was Erfolg bedeutet. Ich kam zu der Erkenntnis, dass der wahre Test einer Führungskraft nicht mit meinem eigenen Erfolg zu tun hat, sondern ob ich in der Lage bin, den Menschen in meinem Umkreis dabei zu helfen, Erfolg zu erreichen.”

Der neue Ansatz funktionierte. Als Bachelder das Ruder übernahm, hatte Popeyes sieben Jahre rückläufige Umsätze gemeldet. Die Restaurants waren veraltet und die Menüs lockten keine Kunden an. Aber nachdem Bachelder übernahm, stiegen Popeyes Einnahmen sechs Jahre in Folge. Während andere Fastfood Ketten, wie McDonald’s und Burger King, zu kämpfen hatten, wurden international neue Geschäfte geöffnet.

Wieder hoch zu kommen, nachdem man gefeuert wurde und die Spitze nochmal zu erreichen, ist eine Herausforderung, mit der nicht alle Manager konfrontiert werden. Aber viele, die sich in Führungspositionen befinden, werden in ihrer Karriere eine From der beruflichen Ablehnung begegnen. Diese kann in vielen Formen auftauchen, von verlorenen Beförderungen, zu Verdienstkürzungen, oder wichtigen Projekten oder Kunden, die zu einer anderen Abteilung oder zur Konkurrenz gehen. Oft haben die besten Führungskräfte die meiste Ablehnung erfahren und vielleicht sogar öffentliche Peinlichkeit, bevor sie die Spitze erreichten.

Sherry Tatcher, Professorin für Betriebswirtschaft an der Darla Moore School of Business und der University of South Carolina in den USA sagt dazu: „Wenn man sich in einer Managementposition befindet, wird Ablehnung definitiv vorkommen. Aber wenn es vorkommt, ist es wichtig, jede Ablehnung als eine Gelegenheit zu betrachten.”

Wie sollte man reagieren

Für Manager, die gerade mit Ablehnung konfrontiert wurden, ist der erste Schritt zu erkennen, dass es nicht immer um sie geht.

Thatcher sagt: „Wenn Sie die Beförderung oder das neue Projekt nicht bekommen haben, ist es einfach die Ablehnung als Kommentar über Sie als Chef zu betrachten, anstatt es als einen Rückschlag zu sehen und alle andere Faktoren mit einzurechnen die wahrscheinlich zu dieser Entscheidung geführt haben.” Sie sagt weiter:

„Es gibt immer ein Gefühl, dass es mir nicht passieren wird wenn ich schlau genug bin oder hart genug arbeite, dann bleibe ich sicher. Doch so funktioniert die Welt nicht.”

Der wahrscheinlich schwierigste Teil der Ablehnung für einen Manager ist, sich mit professioneller Wahrnehmung auseinander setzen zu müssen, sagt JP Pawliw-Fry Präsident und Mitbegründer des Insitute for Health and Human Potential in Ontario. Die übergangene Person, um die es sich handelt, wird fühlen, dass ihre Kollegen und Mitarbeiter sie beurteilen, oder noch schlimmer, ihren Wert herabsetzen.

Kein Zweifel, dass diese Emotionen sehr schwer auf einem lasten können, oft so schwer wie ein Todesfall in der Familie, sagt Pawliw-Fry. Der Schlüssel ist, nach einem Berater zu suchen, mit dem man über das Geschehene sprechen kann. Aber für einen Manager ist auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit auf ihre Reaktion von entscheidender Bedeutung.

Dieser entscheidende Moment - das Telefonat, welches die schlechte Nachricht geliefert hat oder der Moment in dem der Personalleiter die Abfindung reicht - ist schwer zu vergessen sein. Unsere Gehirne prägen Hochdruckmomente in unseren Erinnerungen stärker ein, als die guten Momente. Es ist unsere Art und Weise daraus zu lernen, was schief gelaufen ist, so Pawliw-Fry.

Der Schlüssel ist, aus diesen Momenten zu lernen und anzufangen darüber nachzudenken, was als nächstes kommt, so Pawliw-Fry. Man sollte bedenken, dass Steven Spielberg drei Ablehnungen von der Filmhochschule bekam, bevor er angenommen wurde, oder dass Oprah Winfrey von ihrem ersten Job als Moderatorin im TV gefeuert wurde.

Nachdem man die Situation akzeptiert hat, ist der Schlüssel, authentisch zu bleiben, so Thatcher. Wenn Sie der Manager einer Abteilung sind und bei einer Befördeung übergangen wurden, dann erkennen Sie, dass Sie einen Rückschlag hatten. Wenn Sie dies nicht tun, kann es sein, dass Ihre Mitarbeiter denken Sie seien wütend und dazu bereit, das Boot zu verlassen. Dies könnte deren Leistung beeinträchtigen und einen negativen Eindruck von Ihnen als Manager erzeugen.

Für Manager die international arbeiten ist es wichtig zu verstehen, wie eine Ablehnung oder ein Rückschlag durch diejenigen, die in ausländischen Geschäftsbereichen arbeiten, betrachtet werden. In Asien, so erzählt Tatcher, ist es selten, dass Unternehmen die Leute bekannt geben, die für einen Job in Frage kommen. Damit soll öffentliche Peinlichkeit in Bezug auf einen Übergang vermieden werden. In Europa und Amerika gibt es dagegen oft einen öffentlichen Wettbewerb zwischen Managern um eine Beförderung. Dies bedeutet, dass Mitarbeiter in Deutschland eine analytische Reaktion von Ihnen erwarten, während das Büro in China erwartet, dass sie Reue zeigen oder sogar Peinlichkeit empfinden.

Zurück an der Spitze

Die Erfahrung gefeuert worden zu sein lehrte Bachelder eine völlig neue Art und Weise zu managen. Als sie Popeyes beitrat, war ihr Hauptziel, als Chefin ihren Mitarbeitern den Erfolg zu ermöglichen, anstatt sich um ihren eigenen Erfolg zu kümmern. Sie sagt:

„Ich frage meine Mitarbeiter, ‘Warum bist du hier? Was ist der Sinn deiner Stelle?’ Sobald sie einsehen, warum sie zur Arbeit gehen, ist es viel einfacher ihren Zweck festzustellen und wie Erfolg aussieht.”

Bachelder erzählt in ihrem Buch Dare to Serve über ihr Scheitern bei KFC und ihren Turnaround bei Popeys. In einem telefonischen Interview sagte sie, dass sie ihren Erfolg bei Popeyes so nicht hätte wahrnehmen können, wenn sie vorher die Erfahrung der Ablehnung nicht erlebt hätte. Sie berichtet: „Die Versuche in meinem leben sind voll verantwortlich für jeden Erfolg, den ich hatte.”

Wenn Sie ein Manager sind, der sich mit Ablehunung auseinandersetzen muss, dann ist ihre Botschaft deutlich: Eines Tages werden Sie dadurch stärker.

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