Billiges Öl könnte Flüchtlingskrise verschärfen
REUTERS/Leonhard Foeger
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Europa sollte schon aus finanziellen Gründen die Flüchtlinge in den kurdischen Gebieten unterstützen.

Seitdem der Ölpreis fällt, haben die Irakischen Kurden und die UN Schwierigkeiten, sich um den Konflikt mit den Flüchtlingen zu kümmern. Schon allein aus finanziellen Gründen sollte sich Europa laut den Vereinten Nationen um die Flüchtlingskrise, welche das irakische Kurdistan verschlingt, kümmern. Frederic Cussigh meint dazu:

„Es gibt keinen Weg dies gelinde auszudrücken. Es ist unglücklicherweise viel billiger sich hier um diese Leute zu kümmern, und nicht erst in Europa.“

Der Franzose ist Senior Field Coordinator und damit ein hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), welcher vor Ort hilft ein kleines Flüchtlingscamp in den äußeren Bereichen der Regionalhauptstadt Erbil zu führen.

Cussigh sagt, dass es hier gerade einmal 1.500 US-Dollar kostet einen Flüchtling ein Jahr lang unterzubringen. Währenddessen spielen hinter ihm ein paar Kinder in einem flachen Graben im Dreck. In Europa, so sagt er weiter, kostet das zehnmal soviel.

Aber die Finanzierung für Lager wie dieses wird langsam eng. Die regionale kurdische Regierung ist, wegen einer Wirtschaftskrise, ins Stolpern geraten. Verstärkt wird das Ganze durch einen Streit mit Bagdad um die gewonnenen Erlöse aus dem produzierten Öl und dem geringen Preis für Rohöl.

Inmitten dieser Situation konnten Spenden von ausländischen Regierungen nicht mit dem Bedarf mithalten. Es leben nun ungefähr 1,8 Millionen Flüchtlinge im kurdischen Teil Iraks – eine Region mit gerade einmal 5,2 Millionen Einwohnern.

„Die Region ist so groß wie die Schweiz und der Druck ist enorm.“

Der UNHCR sagt, er wäre in der Region um Erbil nur in der Lage, für 3% der Flüchtlinge eine Unterkunft zu bieten. Cussigh sagt voraus, dass viele versuchen werden, die lebensgefährliche Reise nach Europa anzutreten. Dazu meint er abschließend:

„Sie haben immer weniger zu verlieren, und damit auch immer mehr Gründe, die Gefahren auf sich zu nehmen. Genau das ist der beängstigende Teil. Den Flüchtlingen wird von den vielen Gefahren erzählt, die zwischen ihnen und Europa liegen. Dennoch machen sie sich auf den Weg.“

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