Der Begriff “Handeln” meint ganz einfach “ein Gut gegen ein anderes tauschen”. Wir verstehen dies grundsätzlich als Austausch von Geld für Waren, oder einfach als kaufen.

Wenn wir über das Handeln auf den Finanzmärkten sprechen, so ist es das gleiche Prinzip. Denken Sie an jemanden, der mit Aktien handelt. Was sie ja eigentlich tun, ist Aktien (oder einen kleinen Anteil) eines Unternehmens zu kaufen. Falls der Wert dieser Anteile steigt, so verdienen sie Geld, indem sie diese Anteile zu einem teureren Preis wieder verkaufen. Das ist handeln. Man kauft etwas zu einem bestimmten Preis und verkauft es zu einem bestimmten Preis wieder, wobei man natürlich hofft, dass der erneute Verkaufspreis höher ist.

Doch warum steigt der Preis für Aktien? Die Antwort ist banal: Der Wert steigt auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage – je mehr Nachfrage für ein bestimmtes Gut besteht, desto mehr sind die Menschen dafür zu zahlen bereit.

Eine gesteigerte Nachfrage bedeutet eine Preissteigerung

Eine Steigerung bezüglich der Nachfrage bedeutet eine Steigerung im Preis. Verkauft ein Markthändler beispielsweise Äpfel, so steigert er den Preis dafür vermutlich, wenn er sieht, dass mehr Kunden auf den Markt kommen, denn die Käufer würden mehr bezahlen, um einen Apfel abzubekommen. Wir können dies ganz einfach mit dem alltäglichen Beispiel des Kaufs von Lebensmitteln darstellen. Lasst uns sagen, dass Sie sich auf einem Markt befinden und es gibt an einem Stand nur noch 10 Stück zu kaufen. Dies ist der einzige Stand, an dem man Äpfel kaufen kann. Falls Sie die einzige Person sind, die Äpfel kaufen möchte, so kann man davon ausgehen, dass der Händler sie Ihnen zu einem guten Preis verkaufen wird.

Und nun lasst uns davon ausgehen, dass mehr Menschen auf den Markt kommen und alle von ihnen wollen Äpfel kaufen. Um sicher zu gehen, dass sie die Äpfel vor allen anderen bekommen, würden sie mehr dafür ausgeben. Deshalb kann der Marktstandbesitzer den Preis heraufsetzen, denn er weiß, dass er aufgrund der erhöhten Nachfrage die Äpfel auch zu einem höheren Preis verkaufen wird.

Sobald die Äpfel einen Preis erreichen, bei dem die Käufer sie für zu teuer halten, werden sie aufhören sie zu kaufen. Wenn der Besitzer des Standes realisiert, dass er keine Äpfel mehr verkauft, weil sie zu teuer sind, so wird er den Preis nicht mehr steigern, sondern herabsetzen und die Kunden werden wieder Äpfel kaufen.

Eine Steigerung des Angebots bedeutet eine Senkung im Preis

Ein gesteigertes Angebot bedeutet das Sinken des Preises. Kommt beispielsweise noch ein zweiter Standbesitzer auf den Markt, so gibt es nun mehr Äpfel für die Kunden. Der erste Verkäufer könnte dann den Preis für seine Äpfel senken, da er die Kunden anlocken möchte.

Sagen wir, dass noch ein Händler den Markt betritt und sogar noch sehr viel mehr Äpfel zu verkaufen hat. Das Angebot an Äpfel hat also drastisch zugenommen. Man könnte davon ausgehen, dass der zweite Verkäufer seine Äpfel nun noch günstiger verkaufen möchte als der erste Verkäufer. Zudem ist davon auszugehen, dass die Kunden einfach die günstigsten Äpfel kaufen werden. Wenn er das sieht, wird der erste Verkäufer den Preis für seine Äpfel vermutlich senken. Das gesteigerte Angebot hat dann also den Preis nach unten getrieben.

Der Preis, bei dem Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind, wird “Marktpreis” genannt, also quasi das Level, bei dem sich die Verkäufer und Käufer über den Preis und die Anzahl an Äpfeln, die verkauft werden, einigen.

Auf den Finanzmärkten

Das Konzept von Angebot und Nachfrage trifft auch auf die Finanzwelt zu.

Wenn ein Unternehmen eine großartige Resultate veröffentlicht und sehr gute Dividenden zahlt, wann wollen folglich mehr Menschen Anteile dieses Unternehmens kaufen. Die gesteigerte Nachfrage wird dann zu einer Steigerung des Preises für die Aktien führen.

Online-Trading oder Handeln über das Internet

Für eine lange Zeit war das finanzielle Handeln auf elektronischer Weise lediglich für Banken und finanzielle Institutionen verfügbar. Mit der Erfindung des Highspeed-Internets konnte nun jeder Marktteilnehmer, also auch Privathändler am elektronischen Handeln teilnehmen.

Eigentlich kann fast alles online gehandelt werden: Aktien, Währungen, Rohstoffe, physische Güter und viele andere Dinge – auf dieser Ebene müssen Sie sich hierum allerdings nicht sorgen. Für jetzt müssen Sie nur im Hinterkopf behalten, dass falls etwas gehandelt werden kann, es auch gehandelt wird. Von den jeweiligen Märkten ist der Forexmarkt der größte. Beinahe 4 Billionen Dollar Währungen werden hier an jedem Tag gehandelt, was größer ist als jeder Aktienmarkt weltweit.

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