Value Trading basiert auf den Grundwerten und Ideen, die Ben Graham und David Dodd im Jahr 1928 an der Columbia Business School zu unterrichten begannen. Es gibt viele Interpretationen dessen, was Value Trading ist, doch das grundlegende Konzept lautet wie folgend:

Ein Value Trader möchte Aktien zu einem günstigeren Preis als ihrem intrinsischen Wert kaufen. Der intrinsische Wert wird berechnet, indem man einen Rabatt für zukünftige Geldflüsse aufnimmt. Deshalb ist der Aktienpreis eines Unternehmens niedriger als der intrinsische Wert einer “Sicherheitsmarge” (normal rund 30% des intrinsischen Werts), dann ist das Unternehmen unterbewertet und eine Investition wert. Generell sind Wertaktien Unternehmen, die sich im Abschwung befinden, doch der Markt hat überreagiert und so werden die Aktien zu einem geringeren als ihrem intrinsischen Wert gehandelt.

Deshalb nimmt ein Wertehändler die Unterstützung von Finanzanalysten, Statistikern, Makroökonomen, Industrieökonomen, Anwälten, Ingenieuren, Wissenschaftlern, Programmierern und Forschungsassistenten.

Nicht viele Händler werden zu Wertehändlern, da es einen enormen Aufwand bedeutet, diese Geschäfte erfolgreich abzuwickeln. Das Ziel eines Wertehändlers ist es, mit günstigen Aktien Geld zu verdienen – was schwieriger ist, als es klingt und Jahre dauern kann.

Die Erträge über lange Zeit bekommen nicht diejenige, die denken, das Investieren einfach ist. Großartige Erträge können nur von denen eingefahren werden, die wissen,dass es hart ist, und trotzdem weitermachen.

Der Werthändler ist, vermutlich mehr als jeder andere Typ von Händler, mehr mit dem Business und seinen Grundlagen vertraut, als mit jeglichen anderen Dingen, die sich auf den Aktienpreis auswirken.

Grundlagen, so wie das Ertragswachstum, Dividenden, Geldflüsse und Buchwert wirken sich mehr auf den Aktienpreis aus, als Marktfaktoren. Werthändler können auch als Buy and Hold Investoren eingestuft werden, wenn sie auf längere Zeit mit einem Unternehmen arbeiten.

Wenn die Grundlagen intact sind, doch der Aktienpreis unter ihrem eigentlichen Wert liegen, dann weiß der Werthändler, dass sie ein Kandidat für ein Investment sind. Der Markt hat die Aktien inkorrekt bewertet. Wenn der Markt diesen Fehler korrigiert, dann sollte der Aktienpreis schön aufwärts gehen.

Anleitung für das Value Trading oder Werthandel

Hier ist eine kleine Anleitung dazu, wie Werthändler ein potenzielles Investment betrachten. Die Investoren sollten sich auf eine Formel verlassen können, die für sie funktioniert. Diese Liste könnte als Minimum diese Regeln beinhalten.

  • Eine Preis Erträge Ratio (P/E) von 10% für ihren Sektor
  • Ein PEG von weniger als eins. Ein PEG (P/E Ertragswachstum) von weniger als eins könnte bedeuten, dass die Aktien unterbewertet sind.
  • Kosten zur Eigenkapitalratio von weniger als eins.
  • Ein starkes Ertragswachstum über einen längeren Zeitraum. Eine realistische Zahl könnte im Bereich von 6-8% über sieben bis zehn Jahre liegen.
  • Eine Preisbuchungsratio von eins oder weniger.
  • Nicht mehr als 60-70% des intrinsischen Werts einer Aktie pro Anteil zu bezahlen.

Werthandelsposten finden

Um wirklich unterbewertete Aktien zu finden, folgen Investoren diesen drei Schritten:

  1. Sie sortieren Aktien nach der Preis/Verdienst (P/E) Ratio oder anderen metrischen Systemen, die sich auf die niedrigsten P/E Aktien fokussieren. Dieser Schritt befähigt Investoren die Zahl der betrachteten Aktien zu reduzieren und in diesem Sinne mehr unterbewertete Aktien zu finden.
  2. Zudem bewerten Investoren den individuellen Wert jeder niedrigen P/E Aktien, herauszufinden, welche dieser Aktien wirklich unterbewertet sind. Eine Aktie könnte eine geringe P/E haben, weil es eine schlechte Aktie ist. Der einzige Weg, gut von schlecht zu unterscheiden liegt darin, alle unter der P/E liegenden Aktien zu untersuchen.
  3. Der letzte Schritt im Prozess des Wertinvestments unterscheidet den intrinsischen Wert jeder Aktie mit dem Marktpreis. Falls der Aktienpreis um den Faktor der “Sicherheitsmarge” (normal um die 30% des intrinsischen Werts) unter seinem intrinsischen Wert liegt, so wird die Aktie als unterbewertet bezeichnet und wäre vermutlich eine Investition wert.

Fazit

Während es immer noch viele Optionen für Investments gibt, so muss ein Werthändler alle Aktien, die sich auf einem langsamen Abschwung befinden, direkt ausmachen. Das Internet mit seiner Technologie ist zu einer Lebensweise geworden, die auch von Unternehmen erkannt werden muss, ansonsten befinden sie sich nicht nur in einem langsamen Abschwung; sie werden wie von einer Klippe stürzen und all ihre Geldflüsse mit ihnen.

Viele Werthändler haben Profit gemacht, dadurch dass sie einen wertbasierten Weg des Handelns nutzten, der eine Philosophie nahe legt, die über lange Zeit funktioniert, wenn überlegt gekauft und über längere Zeit gehalten wird.

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