Der Unterschied zwischen aktivem und passivem Handeln ist in etwa mit dem Unterschied einer einzelnen Person in Abgrenzung zu Handlungen von einer Gruppe vergleichbar; aktives Handeln ist in etwa wie darauf zu wetten, wer die Champions League gewinnt, während passives Handeln die Möglichkeit des Profits von allen bezeichnet, in diesem Falle allen teilnehmenden Mannschaften, die durch Tickets und Merchandise-Artikel Gewinne einstreichen. Sowohl die eine, als auch die andere Strategie, haben ihre Vorteile.

Beim passiven Investieren kann sehr viel Ertrag dadurch generiert werden, dass Aktien einen glücklichen Kurs einschlagen. Im Gegensatz zu sprunghaften Aktien, von denen nicht erwartet wird, dass sie über Monate oder Jahre sonderlich an Wert gewinnen, zeigen vor allem kurzzeitige Geschäfte exemplarisch, dass aktives Handeln das meiste aus dem Markt herausholen kann.

Aktive Trader

Aktive Trader kratzen nicht selten am Fanatismus. Sie lesen nahezu alles über Investment, studieren die Aktien, abonnieren Magazine und Newsletter. Ihre Motivation ist entweder das schnelle Geld oder die Genugtuung, die sie fühlen, wenn sie einen Schatz bergen, der von den Wall Street Experten übersehen worden ist. Doch egal ob aus Gründen des Wohlstands oder des Egos, diese Art von Händlern macht das Investieren zu ihrem Hobby und zu ihrer Leidenschaft.

Diese Investoren wissen, wie man Finanzstatements, Marktvorhersagen, Ökonomische Berichte und Editorials liest. Sie lernen die Namen der bedeutendsten Ökonomen und wissen, was in den Tageszeitungen von London und New York steht.

Ein aktiver Trader kauft und verkauft Aktien mit der Intention, kurzfristig schnelles Geld zu verdienen. Aktive Trader behalten einzelne Aktien nicht über mehrere Monate oder sogar Jahre und sie konzentrieren sich auch nicht auf langfristige Wirtschaftstrends.

Zudem wird ein aktiver Trader, der ein und dieselben Aktien am gleichen Tag kauft und wieder verkauft auch als “Day Trader” bezeichnet.

Als aktiver Trader unter dem Gesichtspunkt des Tagesgeschäfts bezeichnet zu werden, schließt folgende drei Hauptmerkmale mit ein:

  1. Zeitrahmen: Sehr kurz, für gewöhnlich innerhalb eines Handelstages.
  2. Zweck: Aktive Trader zielen darauf ab, von der täglichen Preisfluktuation einer bestimmten Aktie zu profitieren. Sie verlassen sich eher auf technische Analysen, anstatt auf fundamentale Analysen, um diese Preisfluktuationen vorherzusagen.
  3. Ausmaß: Aktive Trader schließen an einem Handelstag eine Vielzahl von Geschäften ab. Darüber hinaus verlassen sie bestimmte Positionen, was bedeutet, dass sie über den Tag verteilt Anteile ihres Investments verkaufen.

Tagestrader können Geld sehr schnell gewinnen, aber auch schnell verlieren, doch sie investieren in der Regel mehr Zeit ins Handeln als die meisten Langzeitinvestoren.

Aktive Trader bevorzugen Aktien, die sich gerade im Aufwind befinden und ein sicherer Kandidat für eine Vorreiterposition in der Zukunft sind. Sie haben einen Fokus, und zwar den Gewinn zu maximieren, so wie ein Unternehmen, das gerade ein neues Produkt auf den Markt bringt und ihn somit umstürzen könnte. Es gibt einige Faktoren, die in die Auswahl der Aktien einfließen, wie etwa der Aktienpreis, die Märkte und Ertragswachstum.

Aktive Trader handeln nicht mit kooperativen Dividenden. Außerdem kaufen sie keine Vorzugsaktien, denn dies bietet deutlich mehr Vorteile für langfristiges Investieren.

Passive Trader

Diese Art von Aktientrader ist in den meisten Fällen daran interessiert, Geld zu investieren, doch will er seine Wochenenden nicht damit verbringen, Finanzstatements, Märkte und das wirtschaftliche Klima zu investieren. Diese Art von Investor lacht über die Glücksmantren anderer Investoren. Sie sind meistens glücklich, wenn sie ihr Geld in die Hände eines Brokers geben können und anschließend nichts mehr damit zu tun haben.

Der passive Trader erstellt einen Plan, erforscht Aktien, investiert und wartet sodann sehnsüchtig auf die Erträge. Ein passiver Investor sieht sich den Wert eines Unternehmens, seine Instrumente, Schulden und Prosperität genau an. Sie beachten den Markt und den Wettbewerb, wenn sie die Chancen eines Unternehmens auf Erfolg abwägen bzw. Einschätzen. Sie sind weder aggressiv, noch trachten sie nach dem schnellen Geld.

Solange ihre Verluste nicht auf einem Hochrisikoniveau angekommen sind, so schreiten sie nicht in das Portfolio ein. Bei der Einschätzung eines akzeptablen Verlusts beachten sie die 10% Regel. Sobald eine Aktie unter 10% dessen fällt, was sie bezahlt haben, so ist es an der Zeit, die Aktie loszuwerden.

Passives Trading

Passives Handeln vertraut auf die Tatsache, dass der Markt mit der Zeit immer einen positiven Trend angenommen hat. Falls ein Trader nicht mit Leidenschaft am Aktienmarkt interessiert ist und eher für seine Rente investiert, so könnte passives Handeln die passende Strategie sein.

Passives Handeln kann mit minimalem Aufwand einen beachtlichen Ertrag auf lange Sicht gewähren. Zwei Dinge sind bei dieser Strategie elementar:

  1. Eine Aktie zu wählen, die das Potenzial besitzt, stetig an Wert zu gewinnen, und
  2. Ein breitgefächertes Portfolio auszuwählen, um sich nicht auf ein spezielles Unternehmen oder einen konkreten Marktsektor festlegen zu müssen. Um dies zu erreichen, können sie wirtschaftliche Instrumente wie Bonds nutzen, die dazu neigen, an Wert zu gewinnen, während die Aktien an Wert einbüßen.

Vorteile des passiven Investierens

Der grundlegende Vorteil dieser Strategie ist, dass sie konstant und viel Profit einbringen kann, statt lediglich eine Serie kleinerer, kurzzeitiger Erträge.

Beispielsweise könnten passive Trader Anteile eines Automobilunternehmens kaufen, wenn sich diese gerade in einer wirtschaftlich schlechten Phase befindet, in der Hoffnung oder Überzeugung, dass der Wert des Unternehmens auf lange Sicht wieder steigen wird. Falls der Trader kurzfristige Geschäfte verhindert, die bedeuten könnten, dass er nur einen kleinen Gewinn herausgeholt hat, so kann mit der Aktie auf lange Sicht mehr Geld verdient werden, vorausgesetzt sie gewinnt konstant an Wert.

Fazit

Auch wenn passive Trader kurzzeitige Fluktuationen der Aktienpreise nicht so hoch gewichten wie nachhaltiges Wachstum, so könnten sie nicht einfach irgendein Portfolio nehmen und es anschließend aus dem Sinn verlieren.

Oftmals verfolgen passive Trader die Aktien nicht einmal. Ein guter Grund hierfür ist, dass regelmäßiges Prüfen dazu führen könnte, dass passive Trader ihre Strategie aufgrund eines günstigen Aktienverlaufs aufgeben und eine eventuell noch viel profitablere Gelegenheit für langfristiges Investieren versäumen. Unabhängig davon sollten passive Trader den Verlauf des Werts ihrer Aktien regelmäßig überprüfen und auf nachhaltige Veränderungen im Markt reagieren.

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