Eine Dividende ist die vom Vorstand beschlossene Verteilung eines Teiles der Profite eines Unternehmens an eine bestimmte Aktionärsklasse. Dividenden können in Form von Direktzahlungen, Aktienpaketen oder anderen Vermögenswerten ausgegeben werden.

Dividende im Detail

Die Dividendenrate kann über den für jede Aktie erhaltenen Dollarwert (Dividenden je Aktie, oder DPS) ausgedrückt werden, oder in Form eines Prozentsatzes des aktuellen Marktpreises, was als Dividendenrendite bezeichnet wird.

Die Nettoprofite eines Unternehmens können in Form einer Dividende an die Aktionäre weitergegeben oder als Gewinnrücklagen innerhalb des Unternehmens gehalten werden. Ein Unternehmen könnte sich auch dazu entschließen, im Rahmen eines Aktienrückkaufs mit diesen Nettoprofiten seine eigenen Aktien am freien Markt zurückzukaufen. Dividenden und Aktienrückkäufe haben keinen Einfluss auf den grundsätzlichen Wert der Aktien eines Unternehmens. Die Ausschüttung von Dividenden muss von den Aktionären bewilligt werden und kann in Form einer einmaligen Sonderdividende oder als dauerhafte Zahlung an Eigner und Anleger erfolgen.

Investmentfonds- und ETF-Aktionäre sind oftmals berechtigt, darüber hinaus noch aufgelaufene Dividenden zu erhalten. Investmentfonds schütten Zins- und Dividendeneinkommen aus ihren Portfolio-Beteiligungen als Dividenden an ihre Aktionäre aus. Zusätzlich werden dank der Handelsaktivitäten des Portfolios erzielte Kapitalgewinne in der Regel als Jahresabschlussdividende (Kapitalgewinnverteilung) ausgezahlt.

Das Dividendendiskontierungsmodell, oder Gordon-Wachstumsmodell, stützt sich zur Bewertung von Aktien auf erwartete zukünftige Dividendenflüsse.

Unternehmen, die Dividenden ausschütten

Start-Ups und andere Unternehmen mit besonders hoher Wachstumsrate wie jene des Technologie- oder Biotechnologiesektors bieten nur selten Dividenden, da alle ihre Profite reinvestiert werden um überdurchschnittliches Wachstum und weitere Expansion zu ermöglichen. Größere etablierte Unternehmen tendieren zur Auszahlung regulärer Dividenden, da sie jenseits von außergewöhnlichem Wachstum nach Wegen zur Maximierung des Aktionärsvermögens suchen.

Unternehmen aus den folgenden Sektoren und Branchen haben mit die höchsten historischen Dividendenrenditen: Rohstoffe, Öl und Gas, Banken und Finanzen, Gesundheitswesen und Pharmaprodukte, Versorgungsunternehmen und REITS.

Argumente für die Auszahlung von Dividenden

Das Spatz-in-der-Hand-Argument für Dividendenpolitik geht davon aus, dass Anleger weniger sicher sein können, Wachstums- und Kapitalerträge aus den reinvestierten Gewinnrücklagen zu erhalten, als laufende (und daher sichere) Dividendenzahlungen. Das Hauptargument lautet, dass Anleger einen mit Sicherheit zu erhaltenden Dollar laufender Dividenden höher schätzen als einen Dollar erwarteter Kapitalgewinne, selbst wenn beide theoretisch komplett gleichwertig sind.

In vielen Ländern wird das mit Dividenden erzielte Einkommen niedriger besteuert als normales Einkommen. Anleger auf der Suche nach steuerbegünstigten Kapitalströmen könnten auf Dividenden zahlende Aktien setzen, um so von möglicherweise günstigerer Besteuerung zu profitieren. Der Klienteleffekt geht davon aus, dass sich vor allem jene Investoren und Eigner in hohen Steuerklassen für Dividenden zahlende Aktienwerte entscheiden werden.

Wenn ein Unternehmen eine lange Geschichte vergangener Dividendenzahlungen hat, könnte eine Reduzierung oder Aussetzung der Dividendensumme den Anlegern signalisieren, dass das in Unternehmen in Schwierigkeiten ist. Eine unerwartete Anhebung des Dividendensatzes könnte wiederum ein positives Signal an den Markt sein.

Auszahlungsstrategien für Dividenden

Ein Dividenden auszahlendes Unternehmen könnte den auszuzahlenden Betrag mithilfe einer Reihe von Methoden festlegen.

  • Stabile Dividendenpolitik: Selbst wenn Unternehmensgewinne ständig in Bewegung sind konzentriert sich eine stabile Dividendenpolitik auf die Erhaltung einer regelmäßigen Dividendenausschüttung. Eine stabile Dividendenpolitik könnte auf ein langfristiges Dividenden/Profite-Verhältnis abzielen. Das Ziel besteht in der Auszahlung eines festen Prozentsatzes der Profite, wobei jedoch die Auszahlung je Aktie in einem nominalen Dollarbetrag vorgenommen wird, welcher sich an den Veränderungen der erzielten Gewinne orientiert.
  • Konstante Auszahlungsquote: Ein Unternehmen schüttet jedes Jahr einen bestimmten Prozentsatz seiner Profite als Dividenden aus, weshalb der Umfang dieser Dividenden direkt von den Gewinnen abhängt.
  • Residuales Dividendenmodell: Die Dividenden basieren auf den Profiten abzüglich Mitteln, welche die Firma zur Finanzierung der Eigenkapitalanteiles ihres Kapitalbudgets einbehält. Jegliche verbleibende Profite werden dann an die Aktionäre ausgezahlt.
Lesen Sie auch:
Bitte beschreiben Sie den Fehler
Schließen
Schließen
Vielen Dank für ihre Anmeldung
Klicken Sie 'gefällt mir' auf Facebook, so dass wir interessante Artikel kostenlos weiter machen können.