Was sind Gewinne?

Gewinnzahlen beziehen sich in der Regel auf das Nettoeinnahmen nach Steuern. Gewinne sind der Hauptfaktor beim Aktienkurs, da Einnahmen und mit ihnen verwandte Bereiche darauf hinweisen können, ob ein Unternehmen auf lange Sicht profitabel und erfolgreich sein wird. Gewinne sind der vielleicht meistbeachtete Wert im Geschäftsbericht eines Unternehmens, denn sie zeigen dessen tatsächliche Profitabilität im Vergleich zu Expertenerwartungen und den Annahmen des Unternehmens selbst.

Gewinne aufgeschlüsselt

Gewinne sind die Höhe des Profits, den ein Unternehmen innerhalb eines spezifischen Zeitraumes erwirtschaftet, welcher in der Regel als Quartal (drei Kalendermonate) oder ein Jahr bestimmt wird. Jedes Quartal erwarten die Analysten auf die Bekanntgabe der Gewinnzahlen der von ihnen verfolgten Unternehmen.

Die Profite werden so aufmerksam beobachtet, da sie in direktem Zusammenhang mit der Performance eines Unternehmens stehen. Ein Konzern, der die Erwartungen übertrifft, lässt seine Konkurrenten hinter sich; also wird der CEO gelobt und der Vorstand wird sich selbst auf die Schulter klopfen. Ein Unternehmen hingegen, das hinter den Erwartungen zurückbleibt, liefert weniger ab als seine Kontrahenten; also wird der CEO verantwortlich gemacht und der Vorstand könnte unter Umständen einen neuen CEO wählen.

Messwerte und Anwendungsmöglichkeiten von Gewinnen

Es gibt viele verschiedene Maße und Anwendungsmöglichkeiten von Gewinnen. Einige Analysten berechnen die Gewinne gern vor Steuern. Das wird als Vorsteuergewinn, earnings before taxes, oder EBT bezeichnet. Andere Analysten wiederum schauen eher auf Gewinne vor Zinsen und Steuern, oder EBIT. Wieder andere Analysten, vor allem in Branchen mit einem hohen Anteil an Festanlagen, ziehen die Gewinne vor Zinsen, Steuern, Abwertung und Amortisierung vor, auch bekannt als EBITDA- Alle drei Messwerte zeigen verschiedene Stufen der Profitabilität.

Earnings Per Share oder Aktienrendite

Der Gewinn je Aktie ist ein weitverbreiteter Wert wenn es darum geht, die Profitabilität eines Unternehmens auf Aktienbasis einzuschätzen. Sie wird auch oft in relativen Bewertungseinheiten wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis eingesetzt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das als Preis geteilt durch Aktienrendite errechnet wird, wird vor allem dazu genutzt, relative Maßstäbe für die Gewinne von Unternehmen innerhalb einer Branche zu finden. Ein Unternehmen mit einem hohen Preis im Vergleich zum erwirtschafteten Gewinn wird als überbewertet betrachtet. Im Umkehrschluss gilt ein Unternehmen mit niedrigem Preis im Vergleich zum erwirtschafteten Gewinn als unterbewertet.

Gewinnmanipulationen

Obwohl Gewinne wie der Heilige Gral der Erfolgsmessung erscheinen mögen, können sie trotzdem noch manipuliert werden. Manche Unternehmen schummeln ihre Gewinne absichtlich nach oben. Bei diesen Unternehmen spricht man dann von einer schwachen oder niedrigen Qualität der Gewinne. Auch die Aktienrendite kann mithilfe von Rückkäufen nach oben frisiert werden, selbst wenn die Gewinne schrumpfen. Unternehmen setzen dies um, indem sie mit zurückgehaltenen Gewinnen oder Krediten Aktien zurückkaufen.

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