Es gibt zwei Gründe warum ein Investor Optionen nutzen würde: zum Spekulieren und zur Absicherung.

Spekulation

Man kann sich das Spekulieren als Wette auf die Bewegungen einer Sicherheit vorstellen. Der Vorteil von Optionen besteht darin, dass man nicht auf Aufwärtsbewegungen des Marktes angewiesen ist, um Profit zu machen. Dank der Vielseitigkeit von Optionen kann man auch dann Geld machen, wenn sich der Markt nach unten oder sogar seitwärts bewegt.

Die Spekulation ist das Feld, in dem die großen Gewinne gemacht werden - und die großen Verluste. Diese Nutzungsmöglichkeiten von Optionen sind der Grund, warum Optionen den Ruf haben riskant zu sein. Deswegen muss man beim Erwerb einer Option nicht nur hinsichtlich der Bewegungen der Aktie richtig liegen, sondern auch beim Ausmaß und Timing dieser Bewegungen. Um erfolgreich zu sein, muss man richtig einschätzen ob sich eine Aktie nach oben oder unten bewegen wird, und darüber hinaus muss man richtig liegen, wie stark und wann genau sich der Preis verändern wird. Und man darf auch die Kommissionen nicht außer Acht lassen! Die Kombination dieser Faktoren hat zur Folge, dass die Erfolgschancen grundsätzlich eher schlecht stehen.

Warum also spekulieren die Leute überhaupt mit Optionen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs so gering ist? Neben der Vielseitigkeit geht es hier vor allem um die Nutzung von Hebelwirkungen. Wenn man mit einem Kontrakt 100 Anteile kontrolliert, generieren schon geringfügige Kursbewegungen erhebliche Profite.

Hedging

Die andere Funktion von Optionen ist die Absicherung. Man kann sich das als Versicherungsvertrag vorstellen. So wie man sein Haus oder Auto versichert, können Optionen zur Absicherung der eigenen Investitionen gegen einen Abschwung genutzt werden. Kritiker von Optionen halten dagegen, dass man die Investition gar nicht erst tätigen sollte, wenn man sich dieser derart unsicher ist, dass man meint sie absichern zu müssen.

Andererseits besteht kein Zweifel daran, dass Absicherungsstrategien durchaus nützlich sein können, vor allem für große Institutionen. Doch selbst der Einzelanleger kann profitieren. Man stelle sich vor, man wollte von Technologieaktien und deren Aufschwung profitieren, gleichzeitig aber auch mögliche Verluste in Grenzen halten. Durch den Einsatz von Optionen ist man in der Lage sein Risiko zu begrenzen und gleichzeitig auf kosteneffektive Weise in vollem Umfang am Aufschwung teilzuhaben.

Ein Wort zu Aktienoptionen

Obwohl Aktienoptionen für Mitarbeiter nicht jedermann zugänglich sind, könnte diese Art der Option gewissermaßen als dritter Grund für die Nutzung von Optionen betrachtet werden. Viele Unternehmen nutzen Aktienoptionen als Möglichkeit, talentierte Mitarbeiter anzuziehen oder bei sich zu halten, vor allem im Managementbereich. Sie ähneln regulären Aktienoptionen insofern, als dass der Eigner das Recht aber nicht die Pflicht hat, Unternehmensaktien zu erwerben. Der Kontrakt wird hier jedoch zwischen Eigner und Unternehmen abgeschlossen, während eine normale Option ein Vertrag zwischen zwei Parteien ist, die keinerlei Beziehung zum betreffenden Unternehmen haben.

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