Es gibt zwei Hauptarten von Optionen.

Put-Optionen

Put-Optionen ermöglichen es Anlegern, eine Aktie zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

Beim Kauf von Put-Optionen wettet man, dass die Preise für Vermögenswerte unter den Ausübungspreis sinken werden. Wenn das passiert, werden die Gewinne aus dem Kauf einer Put-Option kleiner sein als der Betrag, den man für sie bezahlt hat. Andernfalls werden die Verluste auf die gleiche Summe begrenzt.

Zum Beispiel kostet ein Apfel 10 Euro. Man kauft eine Put-Option für 1 Euro mit einem Basispreis von 10 Euro. So kann man die Verluste auf 1 Euro begrenzen, während der Verkäufer ebenfalls auf 1 Euro bei seinem Gewinn begrenzt wird. Das eigene Einkommen wird immer um 1 Euro kleiner sein.

  • Sinkt der Preis auf 5 Euro, so bekommt man 4 Euro Gewinn (10 Euro Ausübungspreis - 5 Euro - 1 Euro für den Verkäufer)
  • Steigt der Preis auf 15 Euro, dann bleiben eigene Verluste bei 1 Euro, denn da liegt die Verlustgrenze.
  • Sinkt der Preis auf 9 Euro - verliert man nichts, gewinnt aber auch nichts.
  • Bleibt der Preis gleich, dann verliert man 1 Euro.

2. Call-Option

Call-Optionen erlauben es Anlegern, eine Aktie für einen bestimmten Preis zu erwerben.

Der Kauf von Call-Optionen setzt die Erwartung voraus, dass nach einer gewissen Zeit die Preise für Vermögenswerte über den Ausübungspreis steigen. Wenn dieser Fall eintrifft, werden die Gewinne vom Kauf der Call-Option um die Summe kleiner, die man für den Kauf gezahlt hat. Andernfalls werden die Verluste auf die gleiche Summe begrenzt.

Man kauft eine Put-Option für 1 Euro mit einem Basispreis von 10 Euro. So kann man die Verluste auf 1 Euro begrenzen, während der Verkäufer ebenfalls auf 1 Euro bei seinem Gewinn begrenzt wird. Das eigene Einkommen wird immer um 1 Euro kleiner sein.

  • Steigt der Preis auf 15 Euro, so bekommt man 4 Euro Gewinn (15 Euro - 10 Euro Ausübungspreis - 1 Euro für den Verkäufer)
  • Sinkt der Preis auf 5 Euro, dann bleiben eigene Verluste bei 1 Euro, denn da liegt die Verlustgrenze.
  • Steigt der Preis auf 11 Euro - verliert man nichts, gewinnt aber auch nichts.
  • Bleibt der Preis gleich, dann verliert man 1 Euro.

Die bisher betrachteten einfachen Kaufs- und Verkaufsoptionen werden manchmal auch als Plain Vanilla-Optionen bezeichnet. Obwohl die Thematik rund um Optionen zunächst etwas schwer verständlich wirken kann, sind diese Plain Vanilla-Optionen eigentlich kinderleicht!

Der Basiswert

Traditionell basierte die Mehrheit der Optionen auf Aktien börsennotierter Unternehmen. Allerdings sind mittlerweile auch auf andere Basiswerte gestützte Optionen zunehmend verbreitet. Dazu gehören auf Aktienindizes, Exchange Traded Funds (ETFs), REITs (Real Estate Investment Trusts), Auslandswährungen und Rohstoffen wie Landwirtschafts- oder Industrieprodukten basierende Optionen.

Wenn man mit Kontrakten über Aktienoptionen zu tun hat sollte man sich darüber im Klaren sein, dass diese auf 100 Anteilen des Basiswertes basieren. Ausnahmen von dieser Regel gibt es lediglich im Fall von Aktienteilungen oder Fusionen. Man darf auch keinesfalls vergessen, dass der Erwerb von Aktien und der von Optionen zwei komplett verschiedene Vorgänge sind. US-amerikanische Optionen können zwischen dem Zeitpunkt des Erwerbs und dem Ablaufdatum jederzeit ausgeübt werden. Europäische Optionen hingegen können lediglich am Ende der Laufzeit ausgeübt werden. Die meisten börsengehandelten Aktienoptionen sind amerikanische.

Arten von Optionen

Exotische Optionen

Aufgrund der Vielseitigkeit von Optionen gibt es von ihnen viele Arten und Varianten. Nicht-Standard-Optionen werden als Exotische Optionen bezeichnet. Dies sind entweder Abweichungen in den Auszahlungsprofilen der Plain Vanilla-Optionen oder komplett unterschiedliche Produkte mit darin enthaltenen Optionalitäten.

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