Tageshandeln ist eine kurzfristige Strategie, welche beinhaltet, Wertpapiere innerhalb eines Tages zu kaufen und zu verkaufen. Ein Tageshändler kann eine Position für Sekunden, Minuten oder Stunden halten, aber schließt die Position auf jeden Fall vor Ende des Handelstages. Tageshandeln wird üblicherweise mit Aktien- und Währungsspekulation in Verbindung gebracht, jedoch kann jedes finanzielle Instrument tagesgehandelt werden. In diesem Leitfaden werden wir Techniken des Tageshandelns zum Kaufen und Verkaufen untersuchen.

Bevor man genauer auf die Optionen des Tageshandelns eingeht, ist es wichtig, die Grundlagen des Tageshandelns zu verstehen.

Was macht ein Day-Trader?

Ein Tageshändler kauft finanzielle Instrumente wie Aktien, Aktienoptionen, Güter, Währungen oder Termingeschäfte und verkauft diese vor dem Ende des Handelstages. Tageshändler können für Finanzinstitute wie Banken oder Investmentfonds arbeiten, oder sie arbeiten für sich selbst, indem sie ihr Geld investieren.

Tageshändler halten eine Aktie vielleicht für Sekunden oder Minuten. Sie kaufen und verkaufen auch mehrmals dieselbe Aktie wieder und wieder innerhalb eines einzigen Handelstages. Einer der grundlegenden Strategien des Tageshandelns ist es, auf niedrigpreisige Bewegungen durch die Investition großer Summen an Kapital in extrem mobile Aktien oder Indizes zu setzen. Mit dieser Strategie kann ein kleiner prozentualer Gewinn in messbarem Profit resultieren. Jedoch können folglich auch kleine Einbrüche in messbaren Verlusten resultieren.

Was macht ein Mustertageshändler (Pattern Day Trader)?

Laut der US-Genehmigungsbehörde Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) kauft und verkauft ein Mustertageshändler dasselbe Wertpapier vier mal oder häufiger innerhalb von fünf Tagen.

Um als ein Mustertageshändler zu gelten, sollten Tageshändler mindestens 6% der Handelsaktivität des Zeitraums ausmachen. Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) erlegt Mustertageshändlern höhere Vorschriften auf als normalen Händlern. Gemäß SEC müssen Mustertageshändler mindestens 25.000 $ in ihrem Maklerkonto haben. Falls dieser Betrag zu irgendeinem Zeitpunkt unter 25.000 $ fällt, kann der Händler nicht länger tageshandeln. Es gibt auch komplexe Richtlinien für das Einschusskonto.

Gemäß der FINRA „erlauben die Vorschriften einem Tagesmusterhändler, bis zu viermal den Überschuss der Mindestmarge im Konto zum Geschäftsschluss des vorangegangenen Tages zu handeln. Falls ein Tagesmusterhändler die Erlaubnis, tageshandelnd zu kaufen, überschreitet, wird das Unternehmen dem Tageshändler einen Margenausgleich des Handelstages auferlegen. Der Tagesmusterhändler hat dann zumeist fünf Werktage Zeit, Fonds zu hinterlegen, um diesen Margenausgleich des Handelstages zu erfüllen. Bis dieser Margenausgleich beglichen worden ist, wird das Tageshandelskonto begrenzt auf eine Tageskaufkraft von nur zweifachem Überschuss der Mindestmarge ausgehend vom tagesgesamten Handelsengagement. Falls der Margenausgleich des Handelstages nicht bis zum fünften Werktag beglichen ist, wird das Konto weiter begrenzt auf eine Kaufkraft aufgrund verfügbarer Liquidität für 90 Tage oder bis der Ausgleich beglichen worden ist.“

Was ist Eintages-Scalp-Trading (Intra-Day Scalp Trading)?

Dies ist womöglich die ultimative Form des Tageshandelns. Händler, die diese Technik nutzen, kaufen und verkaufen die meisten Wertpapiere innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden. Eintages-Scalp-Händler stehen höheren Risiken als der Durchschnitt gegenüber, haben aber auch die Möglichkeit, eine höhere Rendite als der Durchschnitt zu erzielen. Die meisten Händler im Eintages-Scalp-Trading stützen ihre Geschäfte auf die technische Analyse von Indikatoren, wie der gleitende Kursdurchschnitt, die Divergenz der gleitenden Kursdurchschnitte (MACD), Fibonacci-Sequenzen, Momentum-Oszillatoren und dergleichen.

Formen des Day-Tradings

Die Vielzahl der Tageshändler neigen dazu, eine einzige Form des Tageshandeln auszuwählen und strikt danach zu handeln. Tageshandeln kann man durch trendfolgende Trades (Handel), Trend entgegengesetzten Trades und Trades innerhalb einer Handelsspanne.

  • Trendbasierte Trades werden aufgrund eines Trends durchgeführt, sprich ein Handelsgut wird aufgrund seines steigenden Preiskurves gekauft.
  • Das dem Trend entgegengesetzte Handeln ist das Gegenteil – hierbei wird ein Handelsgut erworben, welches sich in einer sinkenden Preiskurve befindet bzw. um den Verkauf von einem solchen, welches sich nach wie vor nach oben bewegt.
  • Trades innerhalb einer Handelsspanne sind einfach Trades auf Güter, die zuverlässig innerhalb eines Vertriebsweges fluktuieren – anders ausgedrückt innerhalb eines oberen und unteren Preispunktes. Trades innerhalb einer Handelsspanne sind üblicherweise in einem seitwärts tendierenden Markt.

Tageshändler können in ihrer Häufigkeit variieren, in welcher sie Trades platzieren. Manche Händler verhalten sich wie Tiger, die ihrer Beute auflauern, ihre Position halten und auf den perfekten Moment warten, aufzuspringen und loszulegen. Andere haben einen eher mengenbasierten Ansatz und handeln ununterbrochen den ganzen Tag nach zuvor festgelegten Parametern.

Optionen sind kein traditioneller Bestandteil der Strategie des Tageshandelns. Aber das ändert sich. Heutzutage bieten viele tageshandelnde Unternehmen ihren Mitgliedern die Möglichkeit, Optionen zu handeln. Und Händler entdecken auch, dass sie erfolgreich klassische Tageshandelstechniken anwenden können, um Optionen zu kaufen und zu verkaufen.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Tageshandelsoptionen eine der günstigsten Strategien sind, welche Anlegern zugänglich sind, da Optionen dem Händler die Möglichkeit geben, wesentlich schneller und oft mit weniger Risiko als mit Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds in und aus Positionen zu gelangen. Eines der wichtigsten mit Optionen verbundenen Vorteile ist, dass sie weit weniger kosten als komplett den zugrundeliegenden Wert (wie Aktien) zu kaufen. Also anstatt Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, kann der Händler einfach eine Option kaufen und die gleiche Anzahl von Aktien für weit weniger Geld kontrollieren.

Was ist eine Option?

Eine Option ist ein Finanzderivat. Es handelt sich um einen legalen Vertrag, welcher dem Erwerber das Recht gibt, ein Wertpapier zu einem bestimmten Preis während eines bestimmten Zeitraumes oder zu einem spezifischen Datum (dem Ausführungsdatum) zu kaufen oder verkaufen. Der Verkäufer hat die rechtliche Verpflichtung, die Transaktion auszuführen, und zwar zu verkaufen oder zu kaufen, falls der Käufer entscheidet, die Option vor ihrem Ablauf „auszuführen“. Die US-Börsenaufsichtsbehörde reguliert den Kauf und Verkauf von Aktienoptionen.

Was ist ein Optionenvertrag?

Ein Optionenvertrag sollte folgendes näher erläutern:

  • Art der Option (Kaufs- oder Verkaufsoption)
  • zugrundeliegende Sicherheit
  • Handelsabteilung (Anzahl an Anteilen)
  • Ausübungspreis (Preis, zu welchem eine Option ausgeführt werden kann)
  • Verfallsdatum
  • Viele Tageshändler, die Termingeschäfte handeln, handeln auch Optionen, denn Optionen haben mit Termingeschäften einiges gemeinsam. Zum einen basieren sie häufig auf denselben zugrundeliegenden Finanzinstrumenten. Sie sind auch in ihren Vertragsstrukturen ziemlich ähnlich.

Nichtsdestotrotz unterscheiden sich die Arten, in welchen Optionen gehandelt werden, sehr davon, wie Termingeschäfte gehandelt werden. Es gibt eine höhere Bandbreite was die Verfügbarkeit von Optionen angeht, und die Handelsregeln sind ebenso unterschiedlich. Optionen können nicht nur auf Termingeschäftsmärkten erworben werden, sondern auch auf Aktienindizes, genauso wie mit individuellen Aktien. Optionen können einzeln gehandelt werden oder sie können in Verbindung mit Termingeschäftsverträgen oder Aktienhandeln erworben werden, um eine Art von Versicherung auf dem Handel zu bilden.

Optionen bieten Einfluss und die Fähigkeit zur Absicherung und Begrenzung von Verlusten. Doch ohne richtiges Verständnis und richtige Trading-Strategien, können Optionen als riskante Anlagen eingestuft werden, und dieser Ruf schüchtert oft neue Händler ein.

Herausforderungen des Tageshandelns mit Optionen

Tageshändler werden sich bei der Verwendung von Optionen ein paar Problemen gegenüber sehen, von denen keine unüberwindbar sind.

Preisbewegung kann getrübt werden aufgrund des Zeitwertelements der Optionsprämie , wie mit geldnahen Optionen. Obwohl der inhärente Wert zusammen mit dem zugrundeliegenden Aktienkurs steigen kann, wird dieser Gewinn etwas durch den Verlust des Zeitwertes geschwächt. Beachten Sie jedoch, dass der Zeitwert für Day-Trading recht begrenzt ist.

Die Bid-Ask-Spreads sind in der Regel offener für Optionen, als sie es für Aktien sind. Dies liegt vor allem an der geringeren Liquidität des Optionsmarktes. Dies kann so viel wie einen halben Punkt variieren, was einschneidende Auswirkung auf den begrenzten Gewinn des typischen Tageshandel haben wird.

Lesen Sie auch:
Bitte beschreiben Sie den Fehler
Schließen
Schließen
Vielen Dank für ihre Anmeldung
Klicken Sie 'gefällt mir' auf Facebook, so dass wir interessante Artikel kostenlos weiter machen können.