Eine der größten Quellen für Verwirrung für diejenigen, die neu auf dem Währungsmarkt sind, ist der Standard für zitierte Währungen. In diesem Abschnitt werden wir uns Zitationen für Währungen anschauen und sehen, wie sie in Handelspaaren für Währungen funktionieren.

Wie man ein Zitat liest

Wenn eine Währung zitiert wird, dann geschieht dies immer im Bezug zu einer anderen Währung, so dass der Wert der einen Währung durch den Wert einer anderen wiedergespiegelt wird. Würde man versuchen, die Austauschrate zwischen dem U.S. Dollar (USD) und dem japanischen Yen (JPY) zu errechnen, so würde die Forexzitierung so aussehen:

Dies wird als Währungspaar bezeichnet. Die Währung auf der linken Seite des Querstrichs ist die Ausgangswährung, während die Währung auf der rechten Seite zitierte Währung oder Gegenwährung genannt wird. Die Ausgangswährung (in diesem Falle der U.S. Dollar) ist immer auf eine Einheit abgestimmt (in diesem Falle 1 US Dollar) und die zitierte Währung (in diesem Falle der japanische Yen) ist das, wozu die grundlegende Einheit in jeder anderen Währung äquivalent ist.

Die Formel bedeutet, dass 1 US Dollar = 119,50 japanische Yen sind. Mit anderen Worten, 1 US Dollar könnte 119,50 japanische Yen kaufen. Die Forex Formel beinhaltet die Abkürzungen der betreffenden Währungen.

Direkte Währungsformel vs. Indirekte Währungsformel

Es gibt zwei Weisen, auf die man ein Währungspaar abbilden kann, entweder direkt oder indirekt. Eine direkte Währungsformel ist ganz einfach ein Währungspaar, in der die inländische Währung die zitierte Währung ist; bei einer indirekten Formel ist die inländische Währung die grundlegende Basiswährung. Schaut man den kanadischen Dollar also als die inländische Währung an und den U.S. Dollar als die ausländische Währung, so würde die direkte Formel USD/CAD lauten, die indirekte dagegen CAD/USD. In der direkten Formel ist die inländische Währung flexibel, während die grundlegende, oder ausländische Währung immer an eine Einheit ist. Im Gegensatz hierzu ist die ausländische Währung in der indirekten Formel flexibel, während die inländische immer genau eine Einheit ist.

Ist Kanada beispielsweise diese inländische Währung, so würde die direkte Formel 1,18 USD/CAD sein, was so viel bedeutet wie, dass 1 US Dollar 1,18 kanadische Dollar kaufen könnte. Die indirekte Formel hierfür wäre das inverse dazu, also (1/1,18), 0,85 CAD/USD, was bedeutet, dass man mit einem kanadischen Dollar 0,85 US Dollar kaufen könnte.

Auf dem Forex Markt, werden die meisten Währungen gegen den U.S. Dollar getauscht und der U.S. Dollar ist die grundlegende Währung im Währungspaar. In diesen Fällen wird es eine direkte Formel genannt. Dies würde auch auf das oben stehende USD/JPY Währungspaar zutreffen, was bedeutet, dass ein U.S. Dollar gleich 119,50 japanische Yen ist.

Dennoch haben nicht alle Währungen den U.S. Dollar als Grunlage. Die Queen’s Währungen – solche, die einen historisch engen Bezug zu Großbritannien haben, wie der britische Pfund, der australische Dollar und der neuseeländische Dollar – sind für den U.S. Dollar alle Grundlagenwährungen. Der relativ junge Euro wird ähnlich behandelt. In diesen Fällen ist der U.S. Dollar die Gegenwährung und die Austauschrate wird als indirekte Formel angesehen. Deshalb steht in der Formel EUR/USD beispielsweise 1,25, denn das bedeutet, dass ein Euro äquivalent zu 1,25 USD ist.

Die meisten Währungsraten werden bis zu vier Stellen nach der Dezimalzahl angegeben, mit Ausnahme des japanischen Yen (JPY), der bis zwei Stellen nach der Dezimalzahl angegeben wird.

Cross Currency oder die Kreuzwährung

Wenn eine Währungsformel ohne den U.S. Dollar als eine seiner Komponenten angeboten wird, dann wird diese Formel als Kreuzwährung bezeichnet. Die geläufigsten Kreuzwährungspaare sind EUR/GBP, EUR/CHF und EUR/JPY. Diese Währungspaare erweitern die Handelsmöglichkeiten auf dem Forex Markt, doch es ist wichtig zu nennen, dass sie sie nicht so häufig aktiv gehandelt werden, wie Paare, die den U.S. Dollar als eine Komponente enthalten und zudem Majors genannt werden.

Bid und Ask

Wie der meiste Handel auf den Finanzmärkten, so gibt es auch beim Handel mit Währungspaaren einen Gebotspreis (Bid) und einen Angebotspreis (Ask). Diese stehen immer in Relation zur Grundlagen- (oder Basis-)währung. Wenn man ein Währungspaar kauft, dann bezieht sich der Nachfragepreis auf den Betrag der in der Formel aufgestellten Währung, die bezahlt werden muss um eine Einheit der Grundlagenwährung zu kaufen, oder für wie viel eine Einheit der Grundlagenwährung im Vergleich zur zitierten Währung auf dem Markt verkauft wird.

Der Gebotspreis wird genutzt, wenn man ein Währungspaar (auf kurze Sicht) verkaufen will und zeigt, wie viel einer zitierten Währung man erhält, wenn man eine Einheit der Grundlagenwährung verkauft, oder wie viel der Markt für die zitierte Währung im Vergleich zur Grundlagenwährung zahlt.

Die Zahl vor dem Querstrich ist der Gebotspreis und die zwei Ziffern hinter dem Querstrich bilden den Nachfragepreis (lediglich die letzten beiden Zahlen des vollen Preises werden notiert). Man sollte sich merken, dass der Gebotspreis eigentlich immer kleiner ist als der Nachfragepreis. Lassen Sie uns ein Beispiel ansehen:

Falls man dieses Währungspaar kaufen möchte, geht man davon aus, dass man die Grundlagenwährung (Bid) kaufen möchte und deshalb auf den Nachfragepreis schaut (in Kanadischen Dollar) um zu sehen, wie viel der Markt für U.S. Dollar verlangt. Nach dem Nachfragepreis (Ask) kann man einen U.S. Dollar für 1,2005 kanadische Dollar kaufen.

Um das Währungspaar zu verkaufen, oder die Grundlagenwährung als Umtausch für die zitierte Währung zu verkaufen, würde man sich den Gebotspreis anschauen. Dieser verrät, dass der Markt einen U.S. Dollar als Grundlagenwährung (man wird dem Markt die Grundlagenwährung verkaufen) für ein Preisäquivalent von 1,2000 kanadische Dollar, welche die zitierte Währung ist.

Welche Währung auch immer als erstes genannt wird (die Grundlagenwährung) ist immer diejenige, in welcher die Transaktion geführt wird. Entweder kauft oder verkauft man die Grundlagenwährung. Je nachdem, welche Währung man mit der Grundlagenwährung kaufen oder verkaufen möchte, kommt es darauf an, in welche andere Währung man umrechnet, um den Preis auszumachen.

Spreads und Pips

Der Unterschied zwischen dem Gebotspreis und dem Nachfragepreis wird auch Spread genannt. Falls wir uns die Formel EUR/USD = 1,2500/03 ansehen, wäre die Marge oder Spread 0,0003 oder drei Pips, auch Punkte genannt. Auch wenn dies recht unbedeutend wirken mag, so kann selbst der kleinste Punkt einen Unterschied über tausende von Dollar ausmachen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Spekulanten so vom Forex Markt angezogen werden; selbst die kleinste Preisverschiebung kann einen großen Profit bewirken.

Ein Impuls ist der kleinste Betrag, den ein Preis in einer Währungsformel machen kann. Im Falle des U.S. Dollar, des Euro, des britischen Pfund oder den schweizer Franken, wäre ein Pip gleich 0,0001. Beim japanischen Yen wäre es 0,01, denn diese Währung wird in lediglich zwei Dezimalstellen angegeben. In der Forex-Formel USD/CHF wäre der Pip 0,0001 schweizer Franken. Die meisten Währungen werden in einer Spanne von 100 bis 150 Pips pro Tag gehandelt.

Währungspaare in den Forwards- und Futures-Märkten

Eine der technischen Schlüsselunterschiede zwischen den Forex-Märkten ist die Weise, in der Formeln aufgestellt werden. In den Forwards- und Futures-Märkten werden ausländische Währungen immer in Relation zum U.S. Dollar abgebildet. Das bedeutet, dass der Preis immer so gebildet wird, dass man sieht wie viel U.S. Dollar notwendig sind, um eine Einheit einer anderen Währung zu kaufen. Man sollte sich daran erinnern, dass im Spot Markt einige Währungen in Relation zum U.S. Dollar angegeben werden.

Beispielsweise wird im Spot Markt der britische Pfund in Relation zum U.S. Dollar angegeben, GBP/USD. Dies ist die gleiche Weise, in der sie auf den Forwards- und Futures-Märkten geschrieben werden würden. Doch wenn der britische Pfund auf dem Spot Markt gegenüber dem U.S. Dollar stärker werden würde, so würde die Währung auch auf dem Forwards- und Futures-Markt zulegen.

Schaut man sich dagegen die Austauschrate für den U.S. Dollar und den japanischen Yen an, so wird das erste gegen das letztere abgegrenzt. Auf dem Spot Markt wäre die Formel beispielsweise 115, was so viel bedeutet wie dass der U.S. Dollar 115 japanische Yen kaufen könnte. Auf dem Futures Markt würde dies als (1/115) oder ,0087 aufgeschrieben werden, was bedeutet, dass 1 japanischer Yen ,0087 U.S. Dollar kaufen könnte. Somit würde eine Steigerung der USD/JPY zu einer Absenkung des Zukunftsrate des JPY führen, denn der U.S. Dollar würde im Vergleich zum japanischen Yen an Wert gewinnen und somit könnte man mit JPY weniger U.S. Dollar kaufen.

Nun, da Sie ein bisschen mehr darüber wissen, wie Währungen in Formeln dargestellt werden, können wir nun zu den Vorzügen und Risiken des Handels mit Forex übergehen.

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