Staatsanleihen

In der Regel werden festverzinsliche Sicherheiten hinsichtlich ihrer Dauer bis zur Fälligkeit klassifiziert. Dies sind die drei Hauptformen:

  • Bills – in weniger als einem halben Jahr fällige Schuldtitel.
  • Notes – innerhalb von ein bis 10 Jahren fällige Schuldtitel.
  • Bonds – in mehr als 10 Jahren fällige Schuldtitel.

Handelbare Sicherheiten der US-Regierung – allgemein als Treasuries bekannt – folgen dieser Leitlinie und werden als Treasury Bonds, Treasury Notes und Treasury Bills (T-Bills) ausgegeben. Aus technischer Sicht sind T-Bills aufgrund ihrer kurzen Laufzeit eigentlich keine Anleihen. Alle von Uncle Sam ausgegebenen Schuldtitel gelten als äußerst sicher, so wie die Schulden eines jeden stabilen Landes. Die Schulden vieler Entwicklungsländer hingegen bergen allerdings ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Wie bei Unternehmen kann es auch bei Staaten zu Zahlungsausfällen kommen.

Kommunalanleihen

Kommunalanleihen, auch bekannt als 'Munis', stellen mit Blick auf das Risiko die nächste Stufe dar. Städte gehen nicht besonders oft bankrott, aber es ist keineswegs ausgeschlossen. Der größte Vorteil der Munis besteht darin, dass die Renditen frei von der Bundessteuer sind. Darüber erklären einige Lokalregierungen ihre Schuldtitel für Anwohner generell für nicht besteuerbar, wodurch einige Kommunalanleihen komplett steuerfrei sind. Wegen dieser Steuereinsparungen ist der Ertrag eines Muni für gewöhnlich niedriger als der einer versteuerten Anleihe. Abhängig von der persönlichen Situation kann ein Muni nach Steuern eine gute Anlageform sein.

Unternehmensanleihen

Ein Unternehmen kann genauso Anleihen ausgeben, wie es das mit Aktien tut. Große Konzerne verfügen über einen sehr großen Spielraum, wenn es um die Schuldenaufnahme geht: die Grenze besteht darin, was der Markt mitzutragen bereit ist. In der Regel läuft eine kurzfristige Unternehmensanleihe über weniger als fünf Jahre; Mittelfristige liegen zwischen fünf und 12 Jahren, und Langfristige bei mehr als 12 Jahren.

Unternehmensanleihen zeichnen sich durch höhere Erträge aus, da bei Unternehmen ein höheres Risiko von Zahlungsausfällen besteht, als das bei einer Regierung der Fall ist. Der Vorteil liegt darin, dass sie aufgrund des von Investoren zu tragenden Risikos die ertragreichsten festverzinslichen Anlagen sein können. Die Kreditwürdigkeit des Unternehmens ist an dieser Stelle von großer Bedeutung: je höher die Bewertung, desto niedriger liegt die Zinsrate zugunsten des Anlegers.

Zu weiteren Varianten der Unternehmensanleihen gehören Wandelanleihen, welche der Eigner in Aktien umwandeln kann, sowie kündbare Anleihen die es dem Unternehmen ermöglichen, diese vor Ablauf zurückzukaufen.

Nullkuponanleihen oder Zero-Bond

Dies ist die Anleiheart, welche keine Kuponzahlungen leistet, dafür aber mit einem erheblichen Abschlag zum eigentlichen Nennwert ausgegeben wird. Wenn zum Beispiel eine Nullkuponanleihe mit einem Nennwert von 1.000 Dollar und einer Laufzeit von 10 Jahren für 600 Dollar gehandelt wird, würde man heute 600 Dollar für eine Anleihe zahlen, die in 10 Jahren 1.000 Dollar wert sein wird.

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